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PRESSE ARCHIV

Lübeck, 30.08.2022

Kirchenmusikstandort appа: "Kreativtage" erm?glichen Einblick in neuen Master Kirchenmusik

Die Musikhochschule appа (MHL) hat ihren Masterstudiengang Kirchenmusik neu konzipiert. Knftig stehen eine individuelle Profilierung sowie eine Konzentration auf eigenes kreatives Schaffen im Zentrum des Studiums. Interdisziplin?r und projektorientiert angelegt, er?ffnet es Studierenden als sp?teren Kirchenmusikschaffenden neue und kreative Wege in ihrer Gemeinde. Einblicke in das appаer Studium sind fr Studieninteressierte, Studierende und bereits Berufst?tige im Rahmen der ersten appаer "Kreativtage Kirchenmusik" vom 20. bis zum 23. Oktober m?glich.

Einen Einblick in die innovative appаer Ausbildung k?nnen sich Studieninteressierte, Studierende und Berufst?tige im Rahmen der ersten "Kreativtage Kirchenmusik" verschaffen, die die MHL vom 20. bis zum 23. Oktober veranstaltet. Es gibt Einzel- und Gruppenunterricht, Studienberatung und projektbezogenes Arbeiten an den historischen Orgeln in den appаer Kirchen und in der MHL.

Der traditionelle Kirchenmusikstandort appа will sich mit dem neuen Master Kirchenmusik fr die Zukunft aufstellen. Kirchenmusikschaffende sollen interdisziplin?r ausgebildet werden und vom reinen Reproduzieren historischer Musik hin zum Erschaffen aktueller Musik gefhrt werden. Diese Ausrichtung ist bisher einmalig in Deutschland. Kirchenmusikstudierende werden dafr in appа von einem Netzwerk Dozierender aus unterschiedlichen Fachrichtungen wie Improvisation, Neue Medien, Popularmusik sowie den klassischen F?chern Orgel, Gesang und Chorleitung betreut und k?nnen nach individueller Neigung verschiedene Schwerpunkte w?hlen. F?cherbergreifendes und projektbezogenes Arbeiten sowie individuell zusammenzustellende Studieninhalte mit F?chern wie Songwriting, Multimediale Musik oder BigBand sollen die Kirchenmusikstudierenden dabei untersttzen, zu eigenst?ndigen und sch?pferischen Knstlerpers?nlichkeiten heranzureifen. "Unsere Absolvierenden sollen sp?ter in der Lage sein, Projekte in ihrer Gemeinde zu realisieren, die so eigen und individuell sind, dass sie nur dort stattfinden k?nnen und gerade dadurch eine Strahlkraft in die Region entwickeln", erl?utert Orgelprofessor Franz Danksagmller, der seit Februar auch Vorsitzender der Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Ausbildungsst?tten fr katholische Kirchenmusik in Deutschland (KdL) ist. Als Dozierende der verschiedenen Fachrichtungen wirken an den "Kreativtagen Kirchenmusik" unter anderen Franz Danksagmller und Arvid Gast (Orgel, Improvisation), Andrea He? (Gesang), Frank Maximilian Hube und Johannes Knecht (Dirigieren, chorische Improvisation), Laurens Patzlaff (Jazzklavier und Angewandtes Klavierspiel), Bernd Ruf (Popchor und Bandleitung), Julie Silvera (Jazz- und Popgesang) sowie Bernd Schwarze (Theologisch-?sthetische Begleitung) mit.

www.mh-luebeck.de.

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Lübeck, 02.09.2022

Innovative Recherche-Plattform zum Komponisten Brahms ? appаer Brahms-Institut entwickelt digitales ?Brahms-Portal

Mit dem Brahms-Portal, einer neuen frei zug?nglichen Online-Plattform, wird das appаer Brahms-Institut zu einem digitalen Knotenpunkt fr Wissenschaft und ?ffentlichkeit. Ende August ist das Projekt an den Start gegangen.

Das Brahms-Portal verknpft 43.000 Digitalisate auf innovative Weise und erm?glicht fr Wissenschaft und allgemeine ?ffentlichkeit einen komplett neuen Zugang zur wertvollen Sammlung des Brahms-Instituts an der Musikhochschule appа (MHL). Die historisch bedeutenden Quellen zum Komponisten Johannes Brahms gelten als nationales Kulturgut ersten Ranges. Das Projekt wird mit einer F?rderung von insgesamt 800.000 Euro im Rahmen des Exzellenz- und Strukturbudgets des Landes Schleswig-Holstein sowie durch die appаer Possehl-Stiftung realisiert. In der dreij?hrigen Projektlaufzeit bereitet ein Team aus Musikwissenschaftlerinnen, Musikwissenschaftlern und IT-Fachleuten das kulturelle Erbe semantisch auf und reichert es wissenschaftlich fundiert mit Informationen zu den Werken von Brahms an.

Projektleiter Wolfgang Sandberger, der als Professor fr Musikwissenschaft das appаer Brahms-Institut leitet, erl?utert das Projekt: ?Im Mittelpunkt des Brahms-Portals steht eine vernetzte Werkliste, in der alle Quellen unserer Sammlung inhaltlich verknpft sind. Wenn Sie zum Beispiel das Klavierquartett op. 26 suchen, finden Sie auf einen Blick die Werkeinfhrung, die wertvolle Handschrift von Brahms, den Erstdruck, Fotografien aus dem Entstehungszeitraum, den Programmzettel der Erstauffhrung, Briefe mit inhaltlichem Bezug C und Sie k?nnen das Werk auch online h?ren! Diese Zusammenfhrung aller werkspezifischen Quellen ist ein echter Gewinn fr alle Interessierten.

Herzstck des 1991 gegrndeten Brahms-Instituts ist die umfangreiche Quellensammlung zu Johannes Brahms (1833 C 1897) und seinem Umfeld. Mit einem 360-Gang durch die Ausstellungsr?ume der denkmalgeschtzten Villa Brahms bietet das ?Brahms-Portal einen weiteren attraktiven Zugang zu dem einzigartigen kulturellen Erbe. Die hohen technischen und bibliothekarischen Standards erm?glichen den Anschluss unter anderem an das ?Digitale Kulturwerk appа, die ?Deutsche Digitale Bibliothek oder die ?Europeana. W?hrend die inhaltliche Kompetenz bei den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Brahms-Institut liegt, sind fr die technische Umsetzung und Projektsteuerung die externen Partner Dataport, digiCULT und VGZ G?ttingen verantwortlich.

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Lübeck, 08.09.2022

Musik und die Ordnung der Welt: Internationale Konferenz in appа

Vom 13. bis zum 15. Oktober veranstaltet die Musikhochschule appа (MHL) die internationale und interdisziplin?re Konferenz ?Musik und die Ordnung der Welt von der Antike bis zum 19. Jahrhundert. Die Tagung findet in Kooperation mit der Christian-Albrechts-Universit?t zu Kiel und der University of South Florida statt.

Wie wirken Ordnungssysteme in der Musik mit dem Konzept einer sinnvoll geordneten Welt zusammen? Rund zwanzig Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Puerto Rico und den USA pr?sentieren neue Erkenntnisse zur antiken Vorstellung der Sph?renharmonie, zu Musik und Alchemie im siebten Jahrhundert, zu kl?sterlicher Gesangspraxis und Rechtstheorie im Hochmittelalter oder der Darstellung von Naturkatastrophen in der Oper des 19. Jahrhunderts.

Die Keynote Lecture ?Recht harmonisch. Musikalische Ordnungsvorstellungen im Rechtsdenken seit der Antike h?lt die Rechtswissenschaftlerin und Leibniz-Preistr?gerin Prof. Dr. Marietta Auer (Max-Planck-Institut fr Rechtsgeschichte und Rechtstheorie Frankfurt am Main und Justus-Liebig-Universit?t Gie?en).

Zum Auftaktkonzert am 13. Oktober spielen Studierende der MHL unter der Leitung von Pieter-Jan Belder Kompositionen fr Klavier, Schlagzeug und Kammerorchester, die die Spannung zwischen Ordnung und Unordnung auf je eigene Weise zu Geh?r bringen. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Gy?rgy Ligeti, Claus-Steffen Mahnkopf (in Anwesenheit des Komponisten), Jean-Fry Rebel und Alexander Scriabin.

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Lübeck, 09.09.2022

Sechster Internationaler Buxtehude-Orgelwettbewerb Konzerte in appа, Hamburg und M?lln

Zum sechsten Mal lobt die Musikhochschule appа (MHL), in diesem Jahr zusammen mit der Hochschule fr Musik und Theater Hamburg, den Internationalen Buxtehude-Orgelwettbewerb aus. Er wird vom 23. September bis zum 1. Oktober an den historischen Orgeln in appа, Hamburg und erstmals auch in M?lln ausgetragen. Konzerte in den drei St?dten laden ein, die internationalen Juroren, Finalisten und Preistr?ger zu erleben.

18 junge Organistinnen und Organisten aus Polen, Deutschland, USA, Spanien, Korea, Japan und anderen L?ndern nehmen am Wettbewerb teil und wetteifern in drei Runden an den wertvollen historischen Orgeln in drei Kirchen miteinander: an der Stellwagen-Orgel in St. Jakobi appа, der Flentrop-Orgel in der Hamburger St. Katharinen Kirche sowie der Scherer-Bnting Orgel in St. Nicolai in M?lln.

Die ?ffentlichkeit kann in mehreren Konzerten am Wettbewerb teilhaben. Im Jurykonzert I geben am Montag, 26. September um 20 Uhr Mitglieder der international besetzten Jury an der Scherer-Bnting-Orgel in der M?llner St. Nicolaikirche ein Konzert: Bine Bryndorf (D?nemark), Jean-Baptiste Robin (Frankreich), Krzysztof Ubaniak (Polen) und Edoardo Belotti (Italien) bringen mit Werken von Buxtehude, Bruhns, Bach die erst im Mai eingeweihte Scherer-Bnting Orgel zum Klingen. Sie ist mit dem gr??ten historischen Pfeifenbestand aus der berhmten Orgelwerkstatt von Jakob Scherer weltweit einmalig. Im Jurykonzert II sind die Juroren am Mittwoch, 28. September dann um 19 Uhr an der Flentrop-Orgel in St. Katharinen Hamburg zu h?ren. Schwerpunkt des Programms bilden Werke von Johann Sebastian Bach, der die Katharinenorgel nachweislich gespielt und sehr gesch?tzt hat.

In der Finalrunde in der appаer St. Jakobikirche ist am Freitag, 30. September ab 16 Uhr der Wettstreit unmittelbar zu erleben: Die am Vorabend in M?lln ausgew?hlten drei Finalisten konzertieren dann um 16 Uhr, 17 Uhr und 18 Uhr mit jeweils rund 45-mintigen Konzerten. Auf dem Programm stehen Werke von Buxtehude, Bach sowie das von Franz Danksagmller fr den Wettbewerb komponierte ?There Is No Free Will fr Live-Elektronik und Orgel, bei dem Gehirnstr?me in Klang umgesetzt wurden und mit der Orgel in Dialog treten. Um 20 Uhr gibt die Jury unter Vorsitz des Norwegers Jon Laukvik dann die Preistr?ger bekannt. Im Anschluss werden die mit insgesamt 16.000 Euro dotierten Preise vergeben, die von der Gemeinntzigen Sparkassenstiftung zu appа, der Dr?ger Stiftung sowie der Gerhard Trede-Stiftung und der Oscar und Vera Ritter-Stiftung in Hamburg zur Verfgung gestellt werden. Im Preistr?gerkonzert am Samstag, 1. Oktober in St. Katharinen Hamburg stellen die Preistr?ger ihr K?nnen um 19 Uhr mit Werken von Scheidemann, Buxtehude, Bach und Danksagmller noch einmal vor Publikum unter Beweis.

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Lübeck, 10.09.2022

Klaus Florian Vogt gibt Meisterkurs fr MHL-Studierende auf Gut Hasselburg

Der international renommierte S?nger Klaus Florian Vogt gibt vom 16. bis zum 18. September auf Gut Hasselburg einen ?ffentlichen Meisterkurs fr Studierende der Musikhochschule appа (MHL). In einem Abschlusskonzert am Sonntag, 18. September um 16 Uhr pr?sentieren die Gesangsstudierenden, moderiert von NDR Kultur-Moderator Hans-Jrgen Mende, ihre Arbeitsergebnisse.

Klaus Florian Vogt, einer der herausragenden Wagner-Ten?re der Gegenwart, ist seit September 2021 Honorarprofessor an der MHL. Nun gibt er seine Erfahrungen an Gesangsstudierende im Rahmen seines ersten Meisterkurses an der MHL weiter. Mit acht jungen S?ngerinnen und S?ngern aus allen Gesangsklassen der MHL erarbeitet er Lieder und Arien des Deutschen Repertoires. Beim Unterricht kann man dem gefragten S?nger, der weltweit an allen gro?en Opernh?usern und Festivals gastiert, von Donnerstag, 16. September bis Samstag, 18. September ber die Schulter schauen.

Beim Abschlusskonzert am Sonntag, 18. September um 16 Uhr stehen die Gesangsdarbietungen der Studierenden im Mittelpunkt. Zu Beginn der Veranstaltung fhrt der bekannte NDR Kultur-Moderator Hans-Jrgen Mende ein Gespr?ch mit Klaus Florian Vogt unter anderem ber seine Karriere und sein Repertoire.

Der aus Norddeutschland stammende Tenor begann seine Karriere als Hornist im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. 1994 nahm er parallel ein Gesangsstudium an der MHL bei Prof. Gnter Binge auf. Klaus Florian Vogt erz?hlt: ?Mit der Musikhochschule appа bin ich emotional eng verbunden, denn hier hat meine Gesangskarriere ihren Anfang genommen. Durch die Honorarprofessur kehre ich nun zur Hochschule zurck und freue mich sehr, den Faden wiederaufzunehmen und mit den von mir geleiteten Meisterkursen etwas zurckgeben zu k?nnen. Besonders freue ich mich auf den Austausch mit den Studierenden.

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Lübeck, 04.10.2022

6. Internationaler Buxtehude-Orgelwettbewerb in appа entschieden

Der sechste Internationale Buxtehude-Orgelwettbewerb, den die Musikhochschule appа (MHL) und die Hochschule fr Musik und Theater Hamburg vom 24. bis zum 30. September in appа, Hamburg und M?lln veranstaltet haben, ist entschieden.

Den mit 8.000 Euro dotierten ersten Preis des diesj?hrigen internationalen Buxtehude-Orgelwettbewerbs, gestiftet von der ?Gemeinntzigen Sparkassenstiftung zu appа, erspielte sich Sunkyung Noh aus Sdkorea. Die 28-J?hrige studierte Orgel in Seoul und in Hamburg bei Wolfgang Zerer. Der von der ?Dr?ger-Stiftung ausgelobte zweite Preis in H?he von 5.000 Euro ging an Alexander Little aus Gro?britannien. Der dritte, mit 3.000 Euro dotierte Preis der ?Oscar und Vera Ritter-Stiftung wurde dem deutschen Organisten Frederik Kranemann zuerkannt.

Die drei Preistragenden hatten sich unter 18 Teilnehmenden aus Polen, Deutschland, Spanien, Korea, Japan und den USA fr das Finale qualifiziert, das in St. Jakobi appа ausgetragen wurde. Die jungen Organistinnen und Organisten wetteiferten in drei Runden an den wertvollen historischen Orgeln in drei Kirchen miteinander: an der Stellwagen-Orgel in St. Jakobi appа, der Flentrop-Orgel in der Hamburger St. Katharinen Kirche und erstmals an der erst im Mai eingeweihten Scherer-Bnting-Orgel in St. Nicolai M?lln. Konzerte in den drei St?dten luden dazu ein, die internationalen Juroren, Finalisten und Preistr?ger zu erleben.

In der international besetzten Jury unter Vorsitz von Jon Laukvik arbeiteten Bine Bryndorf, Edoardo Belotti, Pieter van Dijk, Arvid Gast, Matthias Neumann, Jean-Baptiste Robin, Krzysztof Urbaniak und der Musikjournalist Claus Fischer mit.

Der Buxtehude-Orgelwettbewerb ist weltweit der einzige Wettbewerb, der sich dem Thema Alte Musik in Verbindung mit der Norddeutschen Orgelkultur verschrieben hat. Namensgeber Dieterich Buxtehude (1637 bis 1707) ist ihr wichtigster Vertreter und geh?rt zu den gro?en europ?ischen Musikerpers?nlichkeiten des Barock. Der Wettbewerb wird alle drei Jahre ausgetragen und musste pandemiebedingt um ein Jahr verschoben werden. Eine Fortsetzung ist fr das Jahr 2025 geplant.

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Lübeck, 05.10.2022

MHL-Sinfonieorchester er?ffnet neue Konzertsaison

Mit einem Sinfoniekonzert er?ffnet das MHL-Sinfonieorchester am Samstag, 8. Oktober um 19.30 Uhr im Gro?en Saal die neue Konzertsaison an der Musikhochschule appа (MHL). Unter Leitung der britischen Gastdirigentin Catherine Larsen-Maguire (Berlin) erklingt ein kontrastreiches Programm mit Bruchs Doppelkonzert fr Klarinette, Viola und Orchester op. 88 mit Jens Thoben (Klarinette) und Pauline Sachse (Viola) als Solisten, ?Metastaseis von Xenakis und Bartks Konzert fr Orchester.

Mit Semesterbeginn starten achtzig Studierende der MHL in eine Arbeitsphase des MHL-Sinfonieorchesters, das gleichfalls die neue Konzertsaison er?ffnet. Erstmals bernimmt Gastdirigentin Catherine Larsen-Maguire die Leitung. Die in Manchester geborene und mittlerweile in Berlin lebende Dirigentin musizierte als Fagottistin mit zahlreichen renommierten Orchestern, bevor sie sich vollst?ndig dem Dirigat zuwandte. Larsen-Maguire, die gerne auch mit Jugend- und Studierendenorchestern arbeitet, erl?utert: ?Junge Musiker sind von Beginn an enthusiastisch und begeisterungsf?hig, ich genie?e die Arbeit mit ihnen sehr. In diesem Konzert unterscheiden sich die Werke der drei Komponisten im Stil sehr voneinander, und wir mssen fr jedes Stck eine passende Art zu spielen finden, um drei unterschiedliche Klangwelten zu erzeugen.

Das selten aufgefhrte Doppelkonzert fr Klarinette, Viola und Orchester e-moll op. 88 schrieb Max Bruch (1838-1920) in seiner sp?ten Lebensphase im Anklang an frhere Sch?pfungen und vergangene Musikepochen. Es ist in vielerlei Hinsicht ungew?hnlich: Bruch schrieb es fr seinen Sohn, einen hervorragenden Klarinettisten. Die Aufnahme durch Publikum und Fachkollegen war verhalten, wohl auch deshalb, weil Bruch als unerschtterlicher Romantiker an seinen frhromantischen Idealen und seinem gro?em Vorbild Felix Mendelssohn Bartholdy gegen alle modernen Tendenzen festhielt. Originell wirkt die Kombination der beiden Soloinstrumente Klarinette und Bratsche C in reizvollem Kontrast gespielt von den MHL-Professoren Jens Thoben und Pauline Sachse. Auch die Abfolge der drei S?tze mit einem langsamen Satz zu Beginn und einer Steigerung in Tempo und Intensit?t in den Folges?tzen ist ungew?hnlich.

Der griechische Komponist Iannis Xenakis (1922-2001) war gelernter Architekt und n?herte sich auf naturwissenschaftlichem Wege der Musik. Sein bekanntestes Werk ?Metastaseis bildet mit brachialen Klangmassen seine Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg ab. Der Komposition liegt eine geometrische Konstruktion zugrunde, mit der Xenakis v?llig neuartig strukturierte Kl?nge erzeugt. Das Orchester wird dabei in 61 eigenst?ndig gefhrte Stimmen aufgel?st. Zur Urauffhrung bei den Donaueschinger Musiktagen 1955 schrieb der Komponist: ?Der H?rer muss gepackt und, ob er will oder nicht, in den Kreis der T?ne gezogen werden, ohne dass er deswegen eine besondere Ausbildung brauchte. Der sinnliche Schock muss ebenso fhlbar sein wie beim Anh?ren des Donners oder beim Blick in den unendlichen Abgrund."

Bla Bartk (1881-1944) komponierte das Konzert fr Orchester Sz 116 nach fnfj?hriger Pause in seinen sp?ten Jahren fr die Bostoner Symphoniker. Schwer krank und in finanziellen Schwierigkeiten, kam der Auftrag fr das Stck im Mai 1943 gerade recht. Es ist das letzte Stck fr Orchester, das Bartk vor seinem Tod schrieb. Das fnfs?tzige Werk geh?rt zu den meist gespielten Stcken des Komponisten und birgt eine gro?e Bandbreite an Gefhlen und Virtuosit?t.

Das Konzert findet am Samstag, 8. Oktober um 19.30 Uhr im Gro?en Saal der MHL statt und wird am Sonntag, 9. Oktober um 17 Uhr wiederholt. Der Eintritt kostet 14 Euro und 19 Euro, erm??igt 8 Euro und 12 Euro. Karten sind in allen dem appа-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erh?ltlich. Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse (An der Obertrave).

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