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Lübeck, 29.03.2016

?Aufbr¨¹che IV¡° mit dadaistischen Urlauten

Zu einem neuen Konzert der Reihe ?Aufbr¨¹che¡° l?dt die MHL am Donnerstag, 14. April um 20 Uhr in Kooperation mit dem Buddenbrookhaus ein. Im vierten Konzert pr?sentieren diesmal Studierende der ×ãÇòappÅÅÐаñer Schlagzeugklasse eine Performance zur Ursonate des dadaistischen K¨¹nstlers Kurt Schwitters.

Studierende der ×ãÇòappÅÅÐаñer Schlagzeugklasse werden zusammen mit ihrem Professor Johannes Fischer die ?Ursonate¡° von Kurt Schwitters in Originalform rezitieren und in Improvisationen ihre pers?nliche Sicht auf Schwitters dadaistische Klangkollage pr?sentieren. Dabei werden im experimentellen Konzertraum des neuen Buddenbrookhauses Musik, Texte und Theaterszenen zu erleben sein.
Schwitters treibt mit seinem Werk die Collage, vornehmste Technik des Dadaismus, auf die Spitze. Ausgehend vom 1918 entstandenen phonetischen Gedicht Raoul Hausmanns mit der Anfangszeile ?fmsbwt?z?u¡°, kombinierte er Vokale und Konsonanten mit neuen Motiven und rhythmischen Elementen zu einer musikalisierten Sprache. ?ber neun Jahre arbeitete er an dem Werk, das 1932 in seiner Zeitschrift ?Merz 24¡° ver?ffentlichte.  
Im ?MHL-Labor¡° entwickeln und erproben Studierende und Dozierende neue Konzertformen. Das Buddenbrookhaus bietet hier einen passenden Konzertort, nicht in den R?umen des Museums, sondern im vorderen Raum der Mengstra?e 6, wo in den n?chsten Jahren der Erweiterungsbau entstehen soll. Mit dem MHL-Labor erweitert die MHL ihre B¨¹hnenlandschaft und bietet eine B¨¹hne f¨¹r ein experimentierfreudiges Publikum. Karten gibt es f¨¹r 4 Euro ausschlie?lich an der Abendkasse.

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Lübeck, 29.03.2016

Junge Posaunisten der MHL zu Gast bei ?Wir in Kiel¡°

Am Montag, 11. April sind Studierende der MHL wieder in der Reihe ?Wir in Kiel¡° im Opernhausfoyer des Theater Kiel zu Gast. Studierende der Klasse Michael Ranzenberger stellen diesmal Schl¨¹sselwerke der Posaunenliteratur vor.

Sechs internationale junge Musikerinnen und Musiker, die an der MHL bei Michael Ranzenberger studieren, pr?sentieren klassische und aktuelle Posaunenmusik. Auf dem Programm stehen Werke von Robert Schumann, Enrique Crespo und Jaques Caterede. Der Klangeindruck reicht von klassischer Posaunenmusik ¨¹ber hochvirtuose Dramatik bis hin zu Filmmusik des Komponisten Nino Rota, der seine bekannteste Musik f¨¹r ?Der Pate¡° von Francis Ford Coppola schrieb. Auch ein Euphonium, das mit seinem weichen Klang das ?Violoncello¡° der Blasmusik genannt wird, ist zu h?ren. Es spielen deutsche, koreanische und chinesische Studierende aller Ausbildungsstufen. Am Klavier begleitet Thomas Preuss.
Mit ?Wir Kiel¡° zeigt die einzige Musikhochschule des Landes seit 2011 in der Landeshauptstadt und an weiteren sieben Spielorten in Schleswig-Holstein Pr?senz. Mit Themenkonzerten gibt sie damit au?erhalb ihres ×ãÇòappÅÅÐаñer Stammsitzes Einblick in ihrer Arbeit. Das Konzert findet im Foyer ?Milchstra?e¡° des Kieler Opernhauses statt. Karten f¨¹r 13 Euro, erm??igt 9 Euro sind nur an den Theaterkassen im Kieler Opern- und Schauspielhaus (Rathausplatz 4 und Holtenauer Stra?e, Telefon 0431/901901) erh?ltlich.

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Lübeck, 29.03.2016

Zweiter Inklusions-Campus an der Musikhochschule ×ãÇòappÅÅÐаñ

Die MHL veranstaltet von Dienstag, 5. bis Freitag, 8. April ihren zweiten Fr¨¹hjahrscampus ?Inklusion¡°. Die Veranstaltung geh?rt zu einem umfangreichen Ma?nahmenkatalog, mit dem die MHL ihr bundesweit einmaliges Inklusionskonzept umsetzt.

Mit Vortr?gen, Impulsreferaten, Praxisworkshops und Diskussionen vermitteln Vertreter aus verschiedenen Fachgebieten die Methoden der Inklusion an Studierende der MHL. Die Fachreferenten beleuchten in jeweils 90-min¨¹tigen Veranstaltungen die F?rderschwerpunkte ?Lernen¡°, ?Geistige Entwicklung¡° und ?Autismus¡°. Sie sind auch f¨¹r die interessierte ?ffentlichkeit zug?nglich. Zu den Referenten geh?ren Prof. Dr. Boban Hinz, Erziehungswissenschaftler an der Universit?t Halle, Prof. Dr. Eberhard Gr¨¹ning, Erziehungswissenschaftler an der Universit?t Flensburg, und Diplomp?dagogin Manuela Gregers vom Autismus-Institut ×ãÇòappÅÅÐаñ. Erg?nzend vermitteln verschiedene Workshops M?glichkeiten der Umsetzung in der Praxis.
Die MHL bringt mit dem Inklusionscampus die im Lehrkr?ftebildungsgesetz Schleswig-Holstein geforderte Einbindung der Inklusion in s?mtliche Lehramtsstudieng?nge voran. Sie ¨¹berarbeitete die Ausbildungsinhalte in den Lehramtsstudieng?ngen in den beiden vergangenen  Jahren grundlegend und integrierte inklusionsspezifische Kompetenzen in alle Lernmodule. Zum Inklusionskonzept der MHL geh?ren eine Reihe weiterer Ma?nahmen, die in enger Zusammenarbeit mit Schulen, dem Institut f¨¹r Qualit?tsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH), Hochschulen und Verb?nden entwickelt werden. Dr. Michael Pabst-Krueger, Inklusionsbeauftragter der MHL und Pr?sident des Bundesverbandes Musikunterricht, erl?utert: ?Der Grundgedanke der Inklusion ist gemeinsames Leben, Arbeiten und Lernen sowie die Zusammenf¨¹hrung verschiedener Lernformen. Deshalb sollten auch in der Hochschullehre inklusionsspezifische Aspekte nicht isoliert bearbeitet, sondern m?glichst auf breiter Basis integriert werden. Dies ist in ×ãÇòappÅÅÐаñ erstmalig umgesetzt worden und bisher einzigartig in der deutschen Hochschullandschaft.¡°
Die Teilnahme am Inklusionscampus ist kostenfrei, jedoch nur nach vorheriger Anmeldung per Email unter michael.pabst-krueger@mh-luebeck.de m?glich. Die erste Veranstaltung beginnt mit der Er?ffnung am Dienstag 5. April um 14 Uhr. Von Mittwoch, 6. bis Freitag, 8. April beginnt der Campus jeweils um 9 Uhr im Gro?en Saal und im Kammermusiksaal der MHL. Weitere Informationen ¨¹ber die Website der MHL www.mh-luebeck.de.

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Lübeck, 29.03.2016

Zwei Abschlusskonzerte beenden 4. Kammermusik Campus

Mit zwei Konzerten findet der vierte Kammermusik Campus an der MHL seinen Abschluss. Am Sonntag, 3. April pr?sentieren sich um 17 und 20 Uhr zw?lf internationale Ensembles im Kammermusiksaal mit Werken von Mozart, Haydn, ×ãÇòappÅÅÐаñ, Prokofjew und Dvo?¨¢k.

Die  50 jungen Musikerinnen und Musiker stellen mit den beiden Konzerten ihre Arbeitser-gebnisse aus dem Unterricht beim vierten ×ãÇòappÅÅÐаñer Kammermusik Campus vor. Sie haben bei den renommierten Gastdozenten Prof. Eberhard Feltz (Berlin) und Prof. Anthony Spiri (K?ln) knapp eine Woche an ihren Interpretationen gefeilt. Auf dem Programm stehen unter anderem ×ãÇòappÅÅÐаñs ?Geistertrio¡°, Dvo?¨¢k ?Dumky-Trio¡° sowie Haydns Streichquartette   op. 33. Unter den zw?lf fortgeschrittenen Ensembles sind auch das Ecco-Quartett, das Philos Quartett und das L¨¹bsche Trio.
Der Kammermusik Campus findet bereits zum vierten Mal an der MHL statt. Studierende der Musikhochschulen ×ãÇòappÅÅÐаñ, K?ln und Detmold nahmen an der Arbeitsphase teil und erarbeiteten vom 29. M?rz bis zum 3. April mit Eberhard Feltz (Berlin) und Anthony Spiri (K?ln) Schl¨¹sselwerke der Kammermusik. Mit Eberhard Feltz ist eine Koryph?e auf dem Gebiet der Kammermusik in ×ãÇòappÅÅÐаñ zu Gast. Der Violinist und Kammermusiker ist Mentor vieler international bedeutender Quartette, unter anderem dem Vogler- und dem Kuss-Quartett. Gastdozent Anthony Spiri gilt als einer der vielf?ltigsten und angesehensten Liedbegleiter, Kammermusiker und Solisten und widmet sich neben seiner umfangreichen Lehr- und B¨¹hnent?tigkeit der Herausgabe selten aufgef¨¹hrter Klavierwerke.
Karten f¨¹r die Abschlusskonzerte sind f¨¹r 14 Euro, erm??igt 8 Euro, in allen dem ×ãÇòappÅÅÐаñ Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erh?ltlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

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Lübeck, 08.02.2016

Musikp?dagogikprojekt ?Klingende Steine¡°: Studierende und Sch¨¹ler begeben sich gemeinsam auf historische Spurensuche

Das Musikp?dagogikprojekt ?Klingende Steine¡°, das die MHL parallel zur Jahrhundertausstellung ?×ãÇòappÅÅÐаñ 1500¡° konzipiert hat, geht in die hei?e Phase: ab Mitte Februar starten die Schulpraktika, in denen die angehenden MHL-Musikp?dagogen mit Sch¨¹lerinnen und Sch¨¹lern neun schleswig-holsteinischer Schulen konkrete Projekte und Produkte zur Mittelaltergeschichte ×ãÇòappÅÅÐаñs entwickeln.

Im Mittelpunkt des interdisziplin?ren Musikvermittlungsprojektes ?Klingende Steine¡° steht ×ãÇòappÅÅÐаñs Stadtarchitektur und Musikgeschichte. Mit dem Projekt erprobt die MHL neue Wege der Ausbildung von Musikp?dagogen, die Theorie und Schulalltag enger miteinander verzahnen. Wie l?sst sich ×ãÇòappÅÅÐаñs kulturelles Erbe f¨¹r den Schulunterricht lebendig erschlie?en? Mit dieser Frage haben sich Studierende und Dozenten in rund hundert internen und ?ffentlichen Veranstaltungen seit Oktober 2015 besch?ftigt: Es gab Vorlesungen und Seminare in den F?chern Musikp?dagogik, Erziehungswissenschaften, Musikwissenschaft und Musiktheorie, Konzerte, Vorlesungen, Klingende Museumsf¨¹hrungen sowie eine neunteilige Ringvorlesung, die die Studierenden auf ihren Einsatz in der Schule vorbereitet haben. In neun Schulen der Region werden sie vom 18. Februar bis zum 16. M?rz ihr Wissen im Musikunterricht umsetzen und die Sch¨¹lerinnen und Sch¨¹ler bei einem kreativen Prozess begleiten, an dessen Ende eine gro?e Abschlussrevue steht: Alle entstandenen multimedialen Produkte und Projekte werden die Sch¨¹lerinnen und Sch¨¹ler vor der historischen Kulisse des Katharineums am Montag, 21. M?rz um 17 Uhr in einer Konzertanten Revue im pr?sentieren. Dort wird zu erleben sein, wie eine lebendige Auseinandersetzung mit der Kulturgeschichte im Schulalltag aussehen kann.  Die Schulprojekte reichen von Tanzvorf¨¹hrungen, ¨¹ber Improvisationen und Filmmusik zu mittelalterlichen Themen bis hin zu Modernisierung eines Chorals mit Elementen aus Rock, Pop und Jazz.
F¨¹r die Studierenden des f¨¹nften Semesters im ?Bachelor of Arts Musik vermitteln¡® ist das Projekt ?Klingende Steine¡° ihr erster praktischer Einsatz in der Schule. Gut vier Wochen haben sie Zeit, um die kreative Auseinandersetzung mit ×ãÇòappÅÅÐаñs Stadtarchitektur und Musikgeschichte zu begleiten. Projektleiter Prof. Hans B??ler: ?Mit dem Projekt ?Klingende Steine¡® erproben wir nicht nur eine v?llig neue kulturerschlie?ende Musikp?dagogik, wir haben es auch auf eine neue Nachhaltigkeit hin konzipiert¡°: Alle Projekte, die die Sch¨¹lerinnen und Sch¨¹ler erarbeiten werden, mit Hintergrundinformationen versehen, in einem digitalen interaktiven Schulbuch dokumentiert und k?nnen auch von nachfolgenden Lehrergenerationen genutzt werden. Die neue Schulbuchproduktionstechnik hat dem Projekt eine Nominierung als Leuchtturmprojekt des Deutschen Musikrates 2016 eingebracht.
Initialz¨¹ndung f¨¹r die Schulpraktika waren Schulkonzerte der ?Capella de la Torre¡° unter Leitung von Mitinitiatorin Katharina B?uml sowie Interviews, die die Studierenden mit Sch¨¹lerinnen und Sch¨¹lern f¨¹hrten. Weitere Bausteine sind drei Bibliotheksralleys in der Stadtbibliothek ×ãÇòappÅÅÐаñ, bei denen die Sch¨¹lerinnen und Sch¨¹ler im Februar und im M?rz die wertvollen mittelalterlichen Dokumente erkunden werden.
?Klingende Steine¡° ist ein Kooperationsprojekt in Zusammenarbeit mit den ×ãÇòappÅÅÐаñer Museen, der Stadtbibliothek ×ãÇòappÅÅÐаñ und den ×ãÇòappÅÅÐаñer Kirchen Dom zu ×ãÇòappÅÅÐаñ und St. Jakobi. In 100 miteinander verzahnten Veranstaltungen begeben sich Musiker, P?dagogen und Musikwissenschaftler gemeinsam auf Spurensuche, um in der musikp?dagogischen Ausbildung an der MHL, im Schulunterricht, in Konzerten, ?ffentlichen Vorlesungen und ?Klingenden Museumsf¨¹hrungen¡° f¨¹r ×ãÇòappÅÅÐаñs einzigartiges kulturelles Erbe zu begeistern. Die neun in das Projekt eingebundenen Schulen in Oldesloe, Krumesse, P?nitz, ×ãÇòappÅÅÐаñ und Bad Schwartau sind bereits im Kooperationsprojekt ?Musik in der Schule¡° (Musis) mit der MHL verbunden.
Die konzertante Revue, die mit der Pr?sentation aller Sch¨¹lerarbeiten abschlie?t, findet am Freitag, 17. Juni um 17 Uhr im Katharineum zu ×ãÇòappÅÅÐаñ statt. Der Eintritt zur Revue ist frei.

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Lübeck, 18.09.2015

?Klingende Steine¡°: MHL erprobt neue kulturerschlie?ende Musikp?dagogik zur Jahrhundertausstellung ?×ãÇòappÅÅÐаñ 1500¡°

?Klingende Steine¡° hei?t das interdisziplin?re Musikvermittlungsprojekt, das die Musikhochschule ×ãÇòappÅÅÐаñ (MHL) zur Jahrhundertausstellung ?×ãÇòappÅÅÐаñ 1500¡° in Kooperation mit den ×ãÇòappÅÅÐаñer Museen konzipiert hat. Miteinander verzahnte Ausbildungs- und Veranstaltungsangebote machen die faszinierende Klangwelt der fr¨¹hen Neuzeit ab 1500 erlebbar. Musiker, P?dagogen und Musikwissenschaftler begeben sich gemeinsam auf Spurensuche, um in der musikp?dagogischen Ausbildung an der MHL, im Schulunterricht, in Konzerten, ?ffentlichen Vorlesungen und ?Klingenden Museumsf¨¹hrungen¡° f¨¹r ×ãÇòappÅÅÐаñs einzigartiges kulturelles Erbe zu begeistern.

Rund 100 Veranstaltungen in der MHL, in ×ãÇòappÅÅÐаñer Museen, in schleswig-holsteinischen Schulen, ×ãÇòappÅÅÐаñer Kirchen, im Brahms-Institut an der MHL und in der Stadtbibliothek ver-zahnen auf neuartige Weise Kunst- und Musikgeschichte, Musikp?dagogik und Musikwis-senschaft. Studierende der Musikp?dagogik erarbeiten in Vorlesungen und Seminaren, wie sich ×ãÇòappÅÅÐаñs bedeutendes kulturelles Erbe in der Zeit ab 1500 f¨¹r den Schulunterricht lebendig erschlie?en l?sst. In verschiedenen ×ãÇòappÅÅÐаñer Schulen werden sie ihr neues Wissen praktisch und theoretisch im Musikunterricht umsetzen. Hans B??ler, Professor f¨¹r Musikp?dagogik an der MHL und Projektleiter Klingende Steine: ?Wir erproben hiermit etwas vollkommen Neues, eine kulturerschlie?ende Musikp?dagogik. Sie soll auf mehreren Ebenen, n?mlich in der Hochschul- und Schulausbildung sowie im ?ffentlichen Raum die Auseinandersetzung mit dem f?rdern, was uns in ×ãÇòappÅÅÐаñ so geschichtsm?chtig umgibt.¡°

In einer neunteiligen ?ffentlichen Ringvorlesung laden Musiker, Musikhistoriker und Kulturschaffende im Museum Behnhaus/Dr?gerhaus, im Brahms-Institut an der MHL, in St. Jakobi und im Dom dazu ein, sich mit der ?Tradition in der Gegenwart¡° auseinanderzusetzen. Sie beginnt am 7. Oktober mit einem Vortrag von Hans B??ler, der sich mit der Frage besch?ftigt: ?Wieviel Tradition brauchen wir?¡°. Weitere Vorlesungen finden alle 14 Tage jeweils mittwochs um 18 Uhr statt. Unter anderem referiert Prof. Christian H?ppner, Pr?sident des deutschen Kulturrates am 21. Oktober um 18 Uhr ¨¹ber ?Das Eigene als das Fremde ¨C Kulturelle Vielfalt nicht zuletzt in historischer Dimension¡°. Studierende der MHL erarbeiten in einem Begleitseminar, wie sich neue Publikumsschichten f¨¹r die Musik der fr¨¹hen Neuzeit aktivieren lassen.  
?Im Konzert- und Ausbildungsbetrieb findet die Musik der fr¨¹hen Neuzeit viel zu wenig Be-achtung¡°, sagt Katharina B?uml, Gr¨¹nderin und k¨¹nstlerische Leiterin des auf Alte Musik spezialisierten Ensembles ?Capella de la Torre¡°. ?Dabei ist diese Musik ungeheuer faszinierend und farbenreich und kann deshalb gerade die junge Generation fesseln.¡° B?uml hat das Projekt ?Klingende Steine¡° gemeinsam mit Hans B??ler entwickelt. Im Museumsquartier St. Annen geht sie zusammen mit ihrem Ensemble in ?Klingenden Museumsf¨¹hrungen¡° auf Entdeckungsreise durch die Ausstellung. ?Was ist eine Schalmei und was hat sie mit unseren modernen Orchesterinstrumenten zu tun?¡° ist nur eine von vielen Fragen, der kleine und gro?e Besucher auf den Grund gehen k?nnen.
Das Projekt ?Klingende Steine¡° startet am 19. September bei der Ausstellungser?ffnung ?×ãÇòappÅÅÐаñ 1500 ¨C Kunstmetropole im Ostseeraum¡° mit einem Auftritt des Ensembles ?Leo-nes¡°. Weitere Konzerte schlie?en sich an und machen das Projekt auch au?erhalb des Museumsquartiers f¨¹r die ?ffentlichkeit zug?nglich. Am 10. Januar 2016 wird die ?Capella de la Torre¡° unter dem Motto ?Urbs Beata ¨C Stadtmusik um 1500¡° das Abschlusskonzert der Ausstellung gestalten. ?Bux21¡° hei?t das Konzertprojekt am 9. Mai 2016, in dem die MHL-Professoren Bernd Ruf und Franz Danksagm¨¹ller sich Buxtehudes Klangwelten mit Jazz, Neuer Musik und Live-Elektronik n?hern. Abschluss und H?hepunkt des Projekts ?Klingende Steine¡° ist eine Revue am 17. Juni 2016, bei der Studierende und Sch¨¹ler ihre Arbeitsergebnisse aus Seminaren und Schulunterricht unter anderem in Form von Moderationen, Installationen, Kompositionen und Videos in einer gro?en Show pr?sentieren.  
?Klingende Steine¡° ist ein interdisziplin?res Projekt der MHL in Kooperation mit den L¨¹be-cker Museen. Weitere Kooperationspartner sind der Dom zu ×ãÇòappÅÅÐаñ, St. Jakobi, die Stadt-bibliothek ×ãÇòappÅÅÐаñ und der Deutsche Kulturrat. Es wird gef?rdert von der Possehl-Stiftung ×ãÇòappÅÅÐаñ und einem ×ãÇòappÅÅÐаñer Musikfreund, der anonym bleiben m?chte. Weitere Infos unter www.mh-luebeck.de,  www.altemusikluebeck.de und www.luebeck1500.de.

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Lübeck, 29.01.2016

Nachlass des Komponisten Theodor Kirchner digitalisiert

Das Brahms-Institut an der MHL hat gestern Abend den digitalisierten Nachlass des Komponisten Theodor F¨¹rchtegott Kirchner pr?sentiert. Rund 9.000 Seiten aus der Sammlung des Instituts sind ab sofort auf der Website unter www.brahms-institut.de verf¨¹gbar und geben Einblick in die Werkstatt des bedeutenden, weitgehend unbekannten Komponisten.

Theodor F¨¹rchtegott Kirchner (1823¨C1903), Zeitgenosse und Freund von Johannes Brahms, geh?rte zu den produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Neben einigen Liedern, einem ambitionierten Streichquartett und kleineren Kammermusikwerken widmete er mit ¨¹ber 1.000 Einzelst¨¹cken den gr??ten Teil seines Schaffens dem Klavier. Rund 9.000 Einzelseiten aus seinem Nachlass wurden nun ¨¹ber ein Jahr lang bibliothekarisch erschlossen und digitalisiert.
Als besonderen Schatz sieht Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger die Erstdrucke der Werke Kirchners, die der Komponist selbst mit zahlreichen handschriftlichen Eintragungen versah: ?Das Online-Projekt bietet hier wertvolle Informationsquellen f¨¹r musikhistorische Fragestellungen von Interpreten und Musikwissenschaftlern, ohne dass die empfindlichen Originale in Anspruch genommen werden m¨¹ssten.¡° Kirchners Klavierst¨¹cke beschrieb Brahms als ?das Zarteste vom Zarten¡°. Bestimmend f¨¹r Kirchners musikalischen Weg war auch die Begegnung und Freundschaft mit Robert Schumann, der 1843 sein Opus 1 wohlwollend besprach und ihn 1853 in seinem ber¨¹hmten Artikel ?Neue Bahnen¡° zu den ?hochaufstrebenden K¨¹nstlern der j¨¹ngsten Zeit¡° z?hlte. 1843 trat er als erster Sch¨¹ler mit der ?Matrikelnummer 1¡° in das von Mendelssohn Bartholdy neu gegr¨¹ndete Leipziger Konservatorium ein. Mit der jung verwitweten Clara Schumann verband ihn ¨¹ber mehrere Jahre eine enge Liaison. Ein Umstand, ¨¹ber den auch ein goldener F¨¹llfederhalter von Robert Schumann in Kirchners Nachlass gelangte. Kirchner f¨¹hrte ein unstetes Leben, immer wieder erlag er der Spielsucht. In seinen sp?teren Lebensjahren wohnte er krank und verarmt  in Hamburg, wo er 1903 starb und auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt wurde.
?ber Kirchners letzten Klaviersch¨¹ler Conrad Hannss gelangte der Nachlass in das Brahms-Institut. Mit der Online-Pr?sentation hat das ×ãÇòappÅÅÐаñer Institut  einen weiteren Meilenstein der Digitalisierung seiner Sammlung erreicht. Das Land Schleswig-Holstein erm?glichte das Projekt durch eine F?rderung in H?he von 100.000 Euro. Insgesamt rund 42.000 Seiten mit Fotos, Stichvorlagen, Autographen und Briefen aus der wertvollen Sammlung des Instituts sind mittlerweile online verf¨¹gbar.

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule ×ãÇòappÅÅÐаñ wurde 1991 mit der weltweit gr??ten privaten Brahms-Sammlung des Professorenehepaares Renate und Kurz Hofmann gegr¨¹ndet. Das Institut steht seit 1999 unter Leitung von Wolfgang Sandberger, der die Sammlung stetig erweitert und einer interessierten ?ffentlichkeit zug?nglich gemacht hat. Das Brahms-Institut residiert in einem klassizistischen Landhaus am Rand der ×ãÇòappÅÅÐаñer Altstadt, wo es mit Konzerten, Vortr?gen und kleinen Ausstellungen Einblick in seine Forschungsarbeit gibt (Brahms-Institut an der Musikhochschule ×ãÇòappÅÅÐаñ, www.brahms-institut.de, Jerusalemsberg 4, 23568 ×ãÇòappÅÅÐаñ).

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